Zu den
charakteristischen Landschaftselementen
der Wachau zählen vor allem die
bedeutenden Trockenrasenflächen. In
der kleinteiligen Kulturlandschaft
entwickelten sich abhängig von der
Bodenbeschaffenheit Pionierrasen auf
Silikatkuppen. Auf offenen, grusigen
Standorten finden sich Federgrasfluren.
Häufig sind auf aufgelassenen
Weinterrassen oder Rainen Magerwiesen der
Trespen -
Schwingel- Kalktrockenrasen und
Glatthaferwiesen zu finden.
Dominante Gräser
dieser Steppenrasen sind Schafschwingel,
Federgras, Pfriemengras und Siebenbürger
Perlgras. Unter der langen Liste der
floristischen Besonderheiten ist das
Vorkommen von mehr als
30 Orchideenarten wie diverser
Knabenkräuter, Ragwurzen oder der
Adriatischen Riemenzunge anzuführen. Zu
den ursprünglichen Lebensräumen der
Wachau zählen auch die Felssteppen mit
ihren typischen Arten.
Die Trockenrasen
wurden seit dem Mittelalter als extensive
Weideflächen genutzt. Heute sind sie
durch Verbuschung gefährdet. Bunte
Blumenwiesen werden besonders in den
Seitengräben (Spitzer Graben) zunehmend
aufgeforstet.
Im
Trockenrasen-Management des Projektes werden diese besonderen Lebenräume durch Entbuschung und/oder Mahd erhalten. Eine Beweidung mit Waldschafen verhindert das Zuwachsen der Offenflächen. Die Schwerpunktgebiete für Trockenrasenpflege liegen in den Gemeinden Dürnstein, Rossatz-Arnsdorf, Spitz und Weißenkirchen. Über 50 ha verbuschte Trockenrasen wurden geschwendet und wiederhergestellt. Auf knapp 100 ha fanden zusätzlich Pflegemaßnahmen statt. insgesamt wurde auf über 40 Einzelflächen gearbeitet. Die Arbeiten haben professilnelle Landschaftspfleger durchgeführt. Aber auch Grundbesitzer, Winzer, Freiwillige Feuerwehren und Vereine beteiligten sich an der Entbuschung und Pflege wertvoller Trockenrasen und Wiesen. Auch in Zukunft werden diese Flächen von Bewirtschaftern und Besitzern weiter gepflegt und somit Wachauer Naturjuwele und wertvoller Lebensraum für seltene Pflanzen- und Tierarten erhalten.
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