| Die Abhänge zur Donau
sind in den höheren Lagen überwiegend
dicht bewaldet und haben eine hohe
Bedeutung als Schutz- und
Erholungswälder. Zu den dominierenden
Waldgesellschaften zählen bodensaure
Buchenwälder.
Eichen -Hainbuchenwälder sind im
Gebiet eher an den Unterhängen und auf
flachgründigen und wärmebegünstigten
Standorten anzutreffen. Der nach Westen
hin gerichtete Steilabfall der Tischwand
gegenüber von Willendorf ist sogar mit
einem "Schlucht- und
Hangmischwald" bestockt. Naturnahe
Wälder sind eine bisher kaum
wahrgenommener Naturkostbarkeit der
Wachau.
Gefährdet sind diese Wälder durch
Umwandlung in monotone Fichten- und
Douglasienforste, die das Landschaftsbild
der Wachau verdüstern und seltenen
Tieren und Pflanzen keinen Lebensraum mehr
bieten.
Entlang der Donau finden sich noch
Reste der ursprünglichen Aulandschaft.
Weichholzauwälder kommen z.B. in der
Pritzenau bei Rossatz vor.
Kleinstflächige Hartholzauwälder finden
sich nur noch zwischen Schönbühel und
Aggsbach.
In 5 ausgewählten Waldgebieten wurden insgesamt 160 ha
Naturwaldzellen für an Alt- und Totholz
gebundene Tierarten eingerichtet. Das LIFE Natur-Projekt hat um die Ferdinand-Warte (4,5 ha) bei Unterbergern gemeinsam mit der Stadtgemeinde Mautern, in Dürnstein am Höhereck (3,5 ha) und in Spitz am Buchberg (15,5 ha) Wälder außer Nutzung gestellt. Ebenso wurden in der Gemeinde Rossatz-Arnsdorf und mit der Agrargemeinschaft Rossatz am Gochelberg-Toten Berg (63,8 ha) und auf der Steinigen Ries (72,8 ha) große naturnahe Waldgebiete aus der forstlichen Nutzung genommen. Alle Flächen wurden zum Naturschutzgebiet oder Naturdenkmal erklärt.
Diese naturbelassenen Gebiete sind u.a. Lebensraum für gefährdete Vogelarten wie Schwarzstorch, Weißrückenspecht, Zwegschnäpper und viele mehr. Alt- und Totholz sind für seltene Käfer wie Großer Ecihenbock und Hirschkäfer überlebensnotwendig. Waldverbesserungen wurden durchgeführt, indem zB Fremdhölzer wie Robinien und standortfremde Fichtenbbestände geschlägert wurden. Auch in den Auwaldgebieten in Grimsing, Aggsbach Dorf und Rührsdorf-Rossatz wurden standortuntypische Gehölze (Robinie, Eschenahorn) entfernt und sogar neue Auwaldflächen geschaffen.
Insgesamt wurden auf rund 65 ha verbessernde Maßnahmen durchgeführt.
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