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  Kiesstrukturen      
 

Die Donau hat ein Defizit an Uferstrukturen in Form von Kiesbänken. Sie sind für das Laichen und für die Jungfische vieler Donaufischarten und als Rast- und Brutgebiete für Wasser- und Sumpfvögel essentiell.

Ein Ziel des Projektes ist die Strukturierung des Donau-Hauptstromes: Mit dem Schotter aus der Schifffahrtsrinne werden in Ufernähe Kiesbänke und Inseln angelegt.
Die neu geschaffenen Kiesstrukturen und Donaunebengewässer dienen, geschützt vor dem Wellenschlag der Schiffe, als Laich-, Brut- und Rückzugsraum für die Donaufischfauna und als Lebensraum für schotterbrütende Vögel.

Die Schifffahrtsrinne muss regelmäßig an einigen Stellen ausgebaggert werden um die Schiffbarkeit zu gewährleisten. Der daraus entnommene Kies verbleibt in der Donau. Für die Anlage der neuen Kiesbänke, -inseln und -ufer außerhalb der Schifffahrtsrinne wurde im LIFE-Projekt ein Kieskonzept erarbeitet und behördlich genehmigt. Wenn Baggerungen nötig sind, wird dieses Konzept in den kommenden Jahren bis 2020 die Vorgabe für die ökologische Schotterbewirtschaftung in der Wachau sein.

An 14 Stellen im Wachauer Donauabschnitt hat via donau - Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH (ehemals Wasserstraßendirektion) Bereiche ausgewiesen, an denen Kiesstrukturen möglich sind. 13 davon wurden von der zuständigen Behörde genehmigt. Insgesamt wurden bisher im Donauabschnitt zwischen Melk und Mautern 24 Strukturen als Inseln, Bänke und Flachufer mit rund 427.000 m³ gebaggertem Schotter neu angelegt.

Die neuen Strukturen schaffen wellenschlaggeschützte Flachwasserzonen, die strömungsliebende Fischarten als Laichplätze nutzen. Seichtstellen hinter den Inseln sind für die Fischbrut überlebenswichtig. Schotterinseln und Ufer bereichern das Landschaftsbild. Sie bieten Laichplätze, Kinderstuben für Jungfische und Lebensraum für schotterbrütende Vögel. Ortsnahe Schotterbänke sind attraktive Naherholungsräume.