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  Schafbeweidung am Kellerberg      
 

Am 24. Juni 2004 startete der Arbeitskreis Wachau im Rahmen des LIFE Projektes in Zusammenarbeit mit dem Projekt Weideland im nördlichen NÖ, der Stadtgemeinde Dürnstein und der Schäferei Klaffl die Beweidung von Trockenrasen auf dem Kellerberg. Landesrat DI Josef Plank trieb die ersten Schafe auf die Hutweide, unterstützt von Border-Collies, einer für Schafhütung besonders geeigneten Hunderasse.

Am Kellerberg gedeihen die Große und die seltenere Schwarze Kuhschelle, die Kugelblume, der Schmalblatt-Lein, das Federgras und weitere Raritäten wie ein randlicher Massenbestand der selten gewordenen Großblütigen Strahldolde. Bewährt sich die Probebeweidung am Kellerberg, sollen in den kommenden Jahren weitere Flächen in der Wachau von den Schafen gepflegt werden.

Etwa 15-20 Waldschafe weiden mit ihren Lämmern jährlich im Sommer ca. vier Wochen als Landschaftspfleger am Kellerberg und am benachbarten Kuhberg. Das Waldschaf ist eine alte robuste Haustierrasse und etwas leichter als andere Rassen. Die genügsamen Tiere können auch karges, oft dürres Futter gut umsetzen und sind weniger anfällig gegen Witterung und Krankheiten.

Schon im Mittelalter wurden die Wachauer Trockenbiotope von Haustieren beweidet. Dies hat wesentlich zur Entstehung und Ausprägung der Trockenrasenvegetation auf den Wachauer Hutweiden beigetragen, denn die Tiere haben die Verbuschung und Verwaldung verhindert. Heute gibt es in der Wachau kaum mehr Viehhaltung, viele Wiesen liegen brach. Immer weniger Flächen werden derzeit noch von Hauern gepflegt bzw. von den wenigen Grünlandbetrieben bewirtschaftet. Daher ist die Beweidung größerer Flächen ein Beitrag zur Offenhaltung der Wachauer Trockenrasen und Wiesen.