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  Grimsing      
 

Die Altarmreste bei Grimsing am linken Donauufer waren durch die Unterwassereintiefung am Kraftwerk Melk und starke Verlandungen im Altarm stark gefährdet. Zwar gelangte bei hohen Wasserständen über eine Absenkung im Treppelweg Donauwasser in den Altarm, doch die vier Traversen (Querbauwerke) mit unzureichenden Rohrdurchlässen wirkten stark als Sedimentfallen. Austrocknen der Gewässerreste und folgendes Fischsterben waren die Folge.

Durch die Maßnahmen des LIFE-Projekts ist das Nebenarmsystem wieder ständig mit der Donau verbunden. Mit Durchstichen, Entfernung von Traversen und Eintiefung der Gewässersohle ist eine dauerhafte Durchströmung mit Donauwasser gewährleistet.

Die Behördenverhandlung fand im April 2006 statt. Die Genehmigung durch die BH Melk erfolgte im Juli, der Baustart im Oktober 2006. Die Österreichische Bundesforste AG ist Konsenswerber für dieses Gewässervernetzungsprojekt.
Bereits im April 2007 konnte dieses Gewässervernetzungsprojekt fertiggestellt werden. Die feierliche Eröffnung erfolgte am 6. Juni 2008.

Es ist ein 2 km langes Donau-Nebengewässer entstanden. Um eine dauerhafte Durchströmung des Nebenarms zu gewährleisten wurden 300.000 m³ Feinsedimente und Schotter ausgebaggert. Mit der Öffnung des Donaublockwurfs sind ein über 200 m breiter Einströmbereich und eine 5 ha große Donauinsel entstanden.

Durch die Gewässerdynamik entstehen im Nebenarm Kiesbänke, Steilufer und Kolke, die sonst an der Donau kaum noch zu finden sind.
Dieser strukturreiche Gewässerabschnitt bietet zahlreichen Fischarten wellenschlaggeschützte Laichplätze, Wintereinstände und Ruhezonen. Gefährdete Donaufische wie Huchen, Nase, Frauennerfling, Schrätzer, Streber und Zingel finden jetzt wieder geeignete Lebensräume. Bereits im Sommer 2007 haben Gewässerökologen 36 neu eingewanderte Fischarten festgestellt.
Auch andere gewässerbewohnende Tiere profitieren von der Dynamik des neuen Gewässersystems. So gräbt der Eisvogel bereits seine Bruthöhlen in die neu entstandenen Steilufer.