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Südlich von
Aggsbach gab es einen Altarm, der im Laufe der Zeit zunehmend verlandete und als Lebensraum für die Fischfauna verloren zu gehen drohte. Die Veränderung der
Strömungsverhältnisse durch den Bau des
Kraftwerks Melk hat zu einer starken
Eintiefung des Donauflussbettes geführt.
Der Donau-Normalpegel lag dort zu Projektbeginn 2003
deutlich tiefer als der Wasserspiegel des
abgetrennten Nebenarms, der daher
nur noch im seltenen Hochwasserfall
überschwemmt wurde. In Trockenjahren wurden diese Lackenreste zu Fischfallen, weil kein Donauwasser mehr nachgeliefert wurde.
Mit dem LIFE-Projekt
wurde der Altarm bei Aggsbach
wieder einseitig, unterstromig angebunden. Dafür wurde
ein Durchstich zur Donau geschaffen, und
durch umfangreiche Baggerarbeiten der Altarm eingetieft. Im südlichen
Abschnitt des vorwiegend stehenden
Altgewässers lebt eine Vielzahl
Amphibien. Dieser Bereich wurde nicht
direkt mit der Donau verbunden, um diesen
Lebensraum zunerhalten.
Die behördlichen Genehmigungen für die Projektumsetzung wurden im Juli 2005 erteilt, die Bauarbeiten im Herbst 2006 gestartet.
Seit Fertigstellung des Projekts im Februar 2007 bietet der
Altarm Fischen zur Reproduktion,
Nahrungssuche und für den Wintereinstand
wieder ganzjährig ein Stück Donaulebensraum.
In Zusammenarbeit mit dem NÖ Fischereiverband wurden zusätzlich Strukturen (zB 2 Tiefstellen)
geschaffen. Knapp 80.000 m³ Feinmaterial und Schotter wurden gebaggert, zum angrenzenden Blockwurf am Donaudamm transportiert und zu Flachufern aufgeschüttet. so sind attraktive Schotterbänke entstanden.
Zur weiteren Passierbarkeit des Donauradweges wurde eine Brücke über die Einströmöffnung gebaut.
Dieser stehende Seitenarm bietet vor allem strömungsmeidenden Donaufischen Laichplatz, Wintereinstand und Ruhezonen. Zope, Schied und Nerfling sind nur einige der 22 neu eingewanderten Fischarten, die sich hier nachweislich auch zahlreich vermehren.
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